Der Aufbau einer Fertiggarage
Fertiggaragen sind in den verschiedensten Bauweisen erhältlich. Anders als häufig angenommen wird, muss eine Fertiggarage nicht immer eine Flachdachgarage sein. Doch allein dieser Garagentyp ist in mehr als 300 verschiedenen Ausführungen zu haben. Die Unterschiede bestehen in den Materialien, Farben, Größen, und der Art des Tores. Mittlerweile werden sogar Fertiggaragen mit Nischen, Fenstern und zusätzlichen Seitentüren für Personen angeboten.
Fertiggaragen bestehen aus Metall, Kunststoff oder Beton. Im Allgemeinen sind Fertiggaragenwände dünner als die gemauerter Garagen. Daraus ergibt sich für Fertiggaragen der Vorteil einer, wenn auch geringen, Platzersparnis, auf die es aber manchmal ankommen kann. Trotz ihrer geringeren Stärke halten die Garagenwände der Fertiggaragen den statischen Erfordernissen stand. Bei vielen Fertiggaragen ist das Gewicht der Wände so gering, dass sie von zwei Personen an den Platz, an dem sie aufgestellt werden sollen, getragen werden können. Dort ist in den meisten Fällen nur ein Verschrauben der Seitenwände mit den Rückwänden durch Knotenbleche erforderlich.
Das Fundament, in dem die Wände verankert werden, muss bei Fertiggaragen, wegen des relativ geringen Gewichts der Wände, nicht immer aus Vollbeton bestehen. Oft genügt ein Knoten- oder Punktfundament. Im Allgemeinen sind die Bauzeiten einer Fertiggarage sehr kurz. Mitunter ist eine Fertiggarage innerhalb von fünf Stunden schlüsselfertig.
Die Tore der Fertiggaragen sind entweder Sektionaltore, die durch Schieben geöffnet werden können, oder Schwingtore. Zu den Dachvarianten der Fertiggaragen gehört neben dem verbreiteten Flachdach das klassische Satteldach. Fertiggaragen mit Satteldach werden, wenn sich der Giebel an der Torseite befindet, als giebelständig bezeichnet. Satteldächer deren Traufe von der Vorderseite der Garage aus zu sehen ist, sind traufenständig.
Das Montieren der Fertiggarage ist in der Regel Teil des Lieferservices. Oft ist es jedoch erforderlich, dass das Fundament schon vorbereitet ist. Fertiggaragen aus Stahl, die aus einem Guss gefertigt sind, müssen nur noch auf dem Fundament befestigt werden. Mit einigen Modellen sind verschiedene Tore kompatibel. Deshalb gehören Tore nicht in jedem Fall zur Grundausstattung, sondern müssen einzeln bestellt werden. Wer die Fertiggarage mit seiner Familie selbst aufbauen will, findet im Lieferumfang eine ausführliche Montageanleitung.